Fill 1

ETWAS VERÄNDERN

beton und du etwas veraendern

Meliha Salihovic
Alter: 16
Schule: HTL für Hoch- und Tiefbau Linz

180° of Changing

Sie träumt von Räumen, denen sie mit ihren Ideen Seele einhauchen kann. Doch um ihre Kreativität richtig einsetzen zu können, braucht sie zuerst ihr „Handwerkszeug“, das sie sich nun in der HTL für Hoch- und Tiefbau aneignet. Unsere Architekturlandschaft lebt von jungen Menschen wie ihr und ihren Visionen, denn jedes Bauwerk entsteht zuerst im Kopf.

Interview: Das ist nichts für Mädchen? Blödsinn!

„Zuerst habe ich eine Lehre als Kfz-Mechaniker begonnen, habe aber schon bald festgestellt, dass das nichts für mich ist. Außerdem ist mein Vater Polier, ich habe also Beton im Blut, soll heißen ich bin erblich vorbelastet.“

Du gehst in die 2. Klasse der HTL für Hoch- und Tiefbau in Linz. Warum gerade diese Schule?

„Ich habe immer schon Häuser und hohe Gebäude faszinierend gefunden, vor allem aber die gesamte Architektur. Eigentlich habe ich gar nicht so genau gewusst, was in dieser Schule auf mich zukommt, bin aber jetzt mit meiner Wahl sehr zufrieden. Und wenn ich mir den Lernstoff von gleichaltrigen aus anderen Schulen so anschaue, möchte ich auf gar keinen Fall tauschen.“

Was gefällt dir an deiner Schule am besten?

„Der Bauhof! Er liegt außerhalb der Schule und während man in der Schule meist trockene Theorie lernt, kann man im Bauhof selbst Dinge ausprobieren und erfahren, wie die Praxis so aussieht. Es gibt dort die Zimmerei, die Maurerei und die Schlosserei. Jeder durchläuft dort die verschiedenen Stationen, das finde ich sehr interessant.“

Gehen viele Mädchen in deine Schule oder mehr Burschen?

„Naja, die Burschen sind natürlich schon in der Überzahl, aber ich glaube, es werden immer mehr Mädchen. In meiner Klasse sind wir 7 Mädels, die restlichen 25 sind Burschen.“

Und wie ist das mit so vielen jungen Männern in der Klasse?

„Das ist schon o.k. so, es gibt keine Probleme mit den Jungs, die Schule macht mir einfach Spaß, ich bin sehr zufrieden mit der HTL.“

Wie sieht deine Zukunft aus?

„Nach der Schule möchte ich unbedingt noch das Kolleg für Innengestaltung machen, das dauert vier Semester.“

Was reizt dich an der Innengestaltung?

„Ich finde es spannend, außergewöhnliche Ideen verwirklichen zu können. Bei der Umsetzung kann man so richtig kreativ sein und wenn dann Menschen darin wohnen oder arbeiten und sich wohl fühlen würden, wäre das eine große Bestätigung für mich. Außerdem habe ich immer Einfälle, wie man etwas gestalten kann, das möchte ich gerne auch einmal umgesetzt sehen.“

Was machst du in deiner Freizeit?

„Früher habe ich in einer Mädchenmannschaft Fußball gespielt, das hat mir großen Spaß gemacht, aber jetzt habe ich einfach nicht mehr so viel Zeit. Wenn ich dann Freizeit habe, treffe ich Freunde, gehe ins Kino oder in ein Lokal, auch Shopping ist eine Leidenschaft von mir.“

Was gefällt dir an Architektur, oder anders gefragt, wie würdest du bauen?

„Was ich cool finde, ist die Verbindung von Altem und Neuem, z.B. ein modernes Haus mit Flachdach und altmodischen, hohen, verzierten Fenstern. So etwas möchte ich gerne einmal verwirklichen, darauf wäre ich stolz.“

Was hältst du vom Baustoff Beton?

„Bis jetzt haben wir noch nicht allzu viel über Beton gelernt, jedoch gibt es kaum eine Planung, die ohne ihn auskommt. Vor allem bei ungewöhnlichen Objekten wird Beton unerlässlich.“