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CONCRETE STUDENT TROPHY

Genial einfach. Einfach genial. Egal, wie man es dreht und wendet, das Architekturprojekt “9 Grad” der drei Grazer Studenten hat nicht umspnst den 2. Platz bei der Concrete Student Trophy gemacht. Dass Billy Talent auch seinen Beitrag dazu geleistet hat, sollte nicht unerwähnt bleiben.

 

Vision ≠ Wirklichkeit

Die Aufgabenstellung zur Concrete Student Trophy klang irgendwie simpel: „Entwerfen Sie einen begehbaren Beton-Turm für das Campusgelände der TU Graz auf den Infeldgründen.“ Selbst im Kopf eines unkreativen Laien taucht dazu recht schnell ein Bild auf. Vermutlich in etwa so: ein Turm – gerade, grau und groß, mit Stiegen im Inneren. Verspielte Zeitgenossen fügen vielleicht noch Fenster hinzu. Fertig. Ganz so leicht haben es sich die Architekturstudenten Gernot Parmann und Peter Kaufmann und der Architekt und Bauingenieur- student DI Helmut Schober nicht gemacht, im Gegenteil. Ihre Vision war es, den zeitgemäßen, effizienten Einsatz von Beton zu demonstrieren. Zugleich wollten sie die gotische Wendeltreppe der Grazer Burg mit ihrer Konstruktion neu interpretieren. Eine große Herausforderung, der sich die drei da stellten. Sicher nicht immer ganz einfach, aber definitiv spannend.

 

„Eine der wertvollsten Erfahrungen bei unserem Projekt war die Zusammenarbeit zwischen 2 Architekten und einem Bauingenieur. Interdisziplinarität wurde definitiv großgeschrieben“, so Helmut.

 

Vision wird Wirklichkeit

5 Monate lang wurde getüftelt, geplant, verworfen, neu geplant und konstruiert. Welcher Soundtrack sie dabei begleitet hat? „Eindeutig Billy Talent“, sind sich Gernot und Peter einig. „Das Album ,Billy Talent 2‘ ist vor allem bei Gernot fast schon Tag und Nacht gelaufen“, schmunzelt Peter. Das Ergebnis nach dem ein oder anderen „suffering“ und reichlich „pins and needles“ – um es mit den Songtiteln des Albums zu sagen – war: „Ein Entwurf, der alle Funktionen in einem Bauteil vereint. Ein sich wiederholendes Fertigteil, das immer um genau 9 Grad versetzt, das gesamte Objekt bildet“, erklärt Gernot. Und damit war auch der Name des Projekts geboren: 9 Grad. Der Entwurf zum Modell entstand am Computer. Zur Kontrolle wurde natürlich auch ein echtes Modell gebaut. Wie schon in der Planung berücksichtigt, bestätigte sich, dass Beton das perfekte Material zur realen Umsetzung ist. „In der Praxis würde man eine sogenannte Schalung – also eine Betongussform – anfertigen. Damit könnte man beliebig viele Elemente gießen. Die Fertigteile würde man auf die Baustelle liefern und in weiterer Folge versetzt aufstapeln. So ergäbe sich die Doppelhelix-Konstruktion des Turmes“, erläutert Helmut.

beton und du 9 grade to succeed portrait 2

Gernot Parmann
Alter: 28
Architekturstudent

Lieblingsband? Incubus.

Wo gibt‘s die beste Pizza in Graz? Sägewerk.

Erste Erinnerung an Beton? Betonbowl beim Skaten.

Green Buildings – ein Thema für dich? Unbedingt!

Wo chillt es sich am besten? Vorm Fernseher, am Bike.

Graffiti – ja oder nein? Ja, mit einer gewissen Qualität am richtigen Ort.

Welches bekannte Bauwerk hättest du gerne konzipiert? Das Porsche-Museum.

beton und du 9 grade to succeed portrait 3

Peter Kaufmann
Alter: 30
Architekturstudent

Wo gibt’s die beste Pizza in Graz? Trattoria in St. Peter.

Bar, Beisl oder Club – dein Favorit? Parkhouse.

Erste Erinnerung an Beton? Pflastersteingießen mit Opa.

Wo chillt es sich am besten? Im Bett vor dem Fernseher.

Dein Tick? Repetitiver Gesang, nicht immer nur im Kopf.

Was hast du immer dabei? Einen Bewehrungs-abstandhalter als Schlüsselanhänger.

Graffiti – ja oder nein? Jein, ja: roadsworth.

Welches bekannte Bauwerk hättest du gerne konzipiert? Wozoco.

beton und du 9 grade to succeed portrait

DI. Helmut Schober
Alter: 37
Architekt, Bauingeneurstudent

Lieblingsband? U2.

Erste Erinnerung an Beton? Schmerz infolge eines Sturzes.

Green Buildings – ein Thema für dich? Ressourceneffizient zu planen ist für alle Architekten und Ingenieure ein wichtiges Thema!

Welchen Film siehst du dir immer wieder an? Luc Bessons „Das fünfte Element“.

Was ist Kunst? Das, was rauskommt, wenn man kreativ ist – im Idealfall …

Welches bekannte Bauwerk hättest du gerne konzipiert? Die Alamillo-Brücke von Santiago Calatrava.