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BETON-ABC

Die Festigkeit einer definierten Betonfläche im oberflächenbereich wird durch einen Abreißversuch ermittelt (entscheidend für die weitere Bearbeitung).

Ablagerungen an der Betonoberfläche (meist Kalk) durch die Feuchtigkeitswanderung während der Erhärtung. Bei ungünstigen Bedingungen gelangt ein erhöhter Kalkanteil zur oberfläche (mit CO2 aus der Luft entsteht CaCO3).

Wird erhärteter Beton von Wasser durchströmt (z.B. bei Rissen), wird Kalk in geringen Mengen gelöst und an die oberfläche transportiert. Dort bildet sich eine Schicht aus CaCO3, wobei die Menge an Aussinterungen stetig zunimmt.

Verwendung findet er beispielsweise bei Kellerwänden, Mauerwerksbau, Fundamenten, Staumauern oder Bodenplatten, in denen keine großen Spannungen herrschen. Weitere Einsatzgebiete sind vorgefertigte Elemente wie Blocksteine für den Mauerwerksbau oder Waschbetonplatten.

Wird im Allgemeinen als Stahlbeton bezeichnet.

Betonprodukt, das in Fabriken mit werkseigener Produktionskontrolle vorfabriziert und in ausgehärtetem Zustand in seine endgültige Lage versetzt wird.

Maßnahmen zur Wiederherstellung der Gebrauchstauglichkeit und/oder Dauerhaftigkeit. (Siehe dazu die ÖVBB-Richtlinie „Erhaltung und Instandsetzung von Bauten aus Beton und Stahlbeton“.)

Wasserabsonderung an der Oberfläche von Frischbeton. Kann durch optimierung der Feinteile (Zement, Zusatzstoffe, feine Gesteinskörnungen) und durch rasche Erhärtung verringert werden.

Beständigkeit hängt von der Betongüte ab. Es wird zwischen treibendem (Gefügezerstörung durch Volumenzunahme bei chemischer Reaktion mit Sulfaten) und lösendem (oberflächenabtrag durch Säuren) Angriff unterschieden.

Wird bestimmt durch die Expositionsklassen und die Festigkeit. Eine exakte Ausschreibung der Betonqualität ist für die Dauerhaftigkeit des Betonbauwerkes wesentlich.

Beschreibt eine wesentliche Eigenschaft des Betons. Der Baustoff Beton kann hohen Druck aushalten (z.B.: 40 N/mm2 und mehr; entspricht ca. 250 Kleinwagen auf einem DIN-A4-Blatt), er reißt bei niedrigen Zugbeanspruchungen (ca. 1/10 der Druckfestigkeit).

Beschreiben wesentliche umweltbedingungen, die auf den Beton einwirken können und gewisse Betonzusammensetzungen erfordern.

Durch Zugabe von Metalloxyden kann fast jede Farbe erzeugt werden.

Beton mit Fasern aus z.B. Stahl oder Kunststoff, die bestimmte mechanische Eigenschaften des Betons verbessern (Zug- bzw. Schlagfestigkeit, Verformbarkeit). Kunststofffasern (meist Polypropylenfasern) verhindern bei sehr raschem Aufheizen des Betons (z.B. Tunnelbrand) die Abplatzung des Betons. Hinweise in der ÖVBB-Richtlinie „Faserbeton“.

Hier werden die Gesteinskörnungen so gewählt, dass nach dem Abbinden möglichst viel Hohlraum zwischen den Körnern entsteht, wodurch Wasser gut abfließen kann. Dadurch besteht geringere Frostgefahr im Winter.

Beständigkeit des Betons gegen Frost-Tau-Wechsel. Künstlich eingeführte Luftporen erhöhen die Beständigkeit.

Der Angriff von Frost in Kombination mit Taumittel wirkt verstärkt schädigend auf den Beton und erfordert besonders geeignete Betone.

Bei entsprechender Zusammensetzung und Verdichtung ist ein sofort ausgeschalter Beton standfest.

werden mit einem hohen Anteil an Zementen hoher Reaktivität, Hochleistungsverflüssigern und eventuell mit extrem feinen Zusatzstoffen (Silika-Stäube) hergestellt. Ultrahochleistungsbeton wird international als „ultra High Performance concrete (uHPc)“ bezeichnet.

Bezeichnet üblicherweise Beton bis zum Alter von 24 Stunden.

Fortschritt hängt von Betongüte ab. Dieser für Beton wesentliche chemische Vorgang ist für den Schutz der Bewehrung wichtig. Im nicht karbonatisierten Bereich (pH-Wert > 9) kann auch bei Zutritt von Luft und Feuchtigkeit die Bewehrung nicht rosten.

Maß zur Beurteilung steifer bis fließfähiger Betone. Steife Betone werden nach ihrem Verdichtungsmaß bewertet und in die Klassen C0 bis C2 eingeteilt, plastische bis fließfähige Betone nach dem Ausbreitmaß in die Klassen F38, F45, F52, F59, F66 oder F73.

unterhalb von einem Raumgewicht von 2000 kg/m3 als Leichtbeton bezeichnet; als Gesteinskörnungen werden hier leichte Körnungen verwendet, die Gewichtseinsparungen von 600 bis weit über 1000 kg/m3 ermöglichen. Leichtbeton wird vorrangig im Hochbau und überall dort verwendet, wo Gewichtseinsparungen notwendig sind. Außerdem wird eine verminderte Wärmeleitfähigkeit, eine verbesserte Wärmedämmung erreicht.

Wird mit Matten aus optischen Fasern hergestellt. Die annähernd verlustfreie Lichtleitung ermöglicht es, Licht, Schattenwürfe oder sogar Farben zu sehen.

Bei Normalbeton beträgt die Trockenrohdichte zwischen 2000 und 2600 kg/m3. Meist können 2400 kg/m3 angesetzt werden.

Beton, der als Frischbeton in der endgültigen Lage des Bauteils (am Ort) eingebracht wird und dort erhärtet.

Durch die hohe Alkalität des Zementsteines wird ein Rosten der Stahleinlagen (Bewehrung) verhindert.

Man unterscheidet

  • Gelporen (< 0,0001 mm), entstehen bei der Hydratation und sind im Zementstein eingebettet.
  • Kapillarporen (0,1 bis 0,0001 mm), entstehen durch überschüssiges Wasser im Zementstein, sind je nach Luftfeuchtigkeit austrockenbar
  • künstlich eingeführte Luftporen (0,1 bis 1,0 mm) zur Erhöhung der Frostbeständigkeit
  • unvermeidbare Verdichtungsporen (> 1 mm). Größere Mengen von unregelmäßig geformten Verdichtungsporen beeinträchtigen sämtliche Betoneigenschaften.

Ist ein mineralischer Werkstoff, welcher eine geschlossenzellige Struktur mit Poren von 0,5 bis 1,5 mm Größe zeigt, die durch chemisches Aufschäumen einer Mörtelmischung erzeugt wird. Porenbeton enthält so gut wie keine Zuschläge. Charakteristisch für ihn sind seine geringe Festigkeit und Wärmeleitfähigkeit. Er wird unbewehrt (z.B. für Mauersteine) oder bewehrt (für Wandtafeln und Deckenplatten) eingesetzt, auch als Tragschicht im Straßen- und Tiefbau.

Beton, der mittels Pumpen zur Einbaustelle transportiert wird.

Die hohe Trockenrohdichte von über 2600 kg/m3 wird durch Verwendung schwerer Gesteinskörnungen oder Stahlgranulat erreicht. Schwerbeton dient zum Strahlenschutz.

Volumenverringerung beim Erhärten (vor allem durch Wasserabgabe).

Die Zugabe photokatalytisch wirksamer Metalloxide, die nicht mit Beton reagieren (z.B. Tio2) und unter Lichteinfluss eine selbstreinigende, schadstoffzersetzende Wirkung entfalten, soll wartungsfreie oberflächen möglich machen.

Sind die grafische Darstellung der Kornzusammensetzung. Bei der jeweiligen Nennweite eines Siebes wird der Prozentanteil (Masse) der gesamten Gesteinskörnung angegeben, der durch dieses durchgeht. In der ÖNORM B 4710-1 sind für jedes Größtkorn (z.B. GK22) Bereiche vorgegeben, in denen die Sieblinie der Gesteinskörnung liegen soll. Sie sind durch die Grenzsieblinien A, B und C bestimmt: A und B bilden den „günstigen” Sieblinienbereich (feinteilärmer), B und C den „brauchbaren” Sieblinienbereich (feinteilreicher). Im brauchbaren Bereich ist jedenfalls immer ein erhöhter Bindemittel(leim)bedarf festzustellen. Je weniger Grobkorn eine Gesteinskörnung enthält, desto leichter ist der damit hergestellte Beton zu verarbeiten; allerdings wird auch der Bindemittel(leim)verbrauch je feinteilärmer wieder größer.

Ist eine Variante des Stahlbetons, bei der zusätzlich Spannglieder eingebaut werden. Die Spannglieder bestehen aus hochfesten Litzen, die in Hüllrohren im Inneren des Betonbauteils angeordnet sind. Mit Hilfe von hydraulischen Pressen und Verankerungen ist es möglich, diese Spannglieder gegen den Betonbauteil vorzuspannen. Durch das Vorspannen entstehen hohe Zugkräfte im Spannglied und Druckkräfte im Beton. Das „Zusammendrücken“ des Betons mit Hilfe von Spanngliedern ist für die Betonbauweise von immenser Bedeutung, weil dadurch das Auftreten von Zugspannungen und Rissen verhindert werden kann. Nur mit Spannbeton können weit gespannte Decken im Hochbau und große Betonbrücken gebaut werden.

Beton, bei dem die Ausgangsstoffe durch eine Düse mit großer Geschwindigkeit auf die zu betonierende Fläche aufgetragen und dadurch verdichtet werden. unterschieden wird zwischen Trocken- und Nassspritzbeton, bei ersterem wird das Wasser erst an der Düse zugegeben.

Ist ein Verbundwerkstoff aus den beiden Komponenten Beton und Bewehrungsstahl. Ein Verbund beider Komponenten entsteht durch die Verklebung mit dem Bindemittel Zement und die Rippung des Bewehrungsstahls. Beton hat im Vergleich zur Druckfestigkeit nur eine Zugfestigkeit von etwa 10 %. Stahl besitzt dagegen eine hohe Zugfestigkeit. Das Tragprinzip des Stahlbetons ist es daher, auf Zug beanspruchte Bereiche eines Bauteils (Beispiel eines biegebeanspruchten Balkens) mit Stahl zu verstärken, also zu bewehren, und in den übrigen Bereichen die Druckfestigkeit des Betons auszunutzen. Die Entdeckung des Stahlbetons wird dem französischen Gärtner Monier zugeschrieben, der seine Blumentröge mit Draht verstärkt hatte.

Ist feinkörniger Beton, der mit langfaserigen Materialien (z.B. Glas, Carbon, Bambus) bewehrt ist.

Die Betonherstellung erfolgt nicht durch den Verwender des Betons. Der Hersteller ist daher für die Güte des Betons, nicht jedoch für die Güte des Bauteils verantwortlich.

Beton, der ohne Entmischung und ohne Wassereintritt in das Gefüge unter Wasser eingebaut wird.

Neben der Konsistenz sind z.B. Einbaubedingungen, Verdichtung und Bauteilabmessungen für die Verarbeitbarkeit des Betons im Bauteil ausschlaggebend.

Ergibt sich aus der Wassermenge, die für die umhüllung der Gesteinskörner mit Zementleim erforderlich ist. Er ist bei feinkörnigen Gesteinskörnungen größer als bei grobkörnigen. Die für die Konsistenz erforderliche Wassermenge kann durch Verflüssiger und Fließmittel verringert werden.

umgangssprachliche Bezeichnung für Beton mit besonderen Eigenschaften, der als „Beton mit hohem Wassereindringwiderstand“ bezeichnet wird. Diese Bezeichnung sagt nichts über die Dichtheit eines Bauwerkes aus.